Freitag, 22. Januar 2016

So schön kann der Winter sein { Vanille-Kokostörtchen mit ausreichend Schokosahne und karamellisierten Kokosflocken }

Hattet ihr heute Zeit (und natürlich Lust) das Skirennen aus Kitzbühel zu sehen? Das war so ziemlich der beste Werbefilm, den sich Tirol vorstellen kann. Einfach unbezahlbar! Weiß verschneite Berge, strahlend blauer Himmel, fast schon kitschig. Aber so kann hier der Winter tatsächlich sein. Ausgerechnet heute zeigt der sich von seiner schönsten Seite und stielt ganz nebenbei allen anwesenden Promis die Show. Die Regie pfeift auf Großaufnahmen einer Gwyneth Paltrow oder eines Jason Statham und zeigt stattdessen lieber den großartigen Wilden Kaiser. Und sogar das Rennen musste sich ernsthaft Mühe geben, da mithalten zu können. Was ein Glück, dass es so spektakulär war! Ja, auf die Streif ist eben verlass!


Schade, morgen ist es dann auch schon wieder vorbei mit dem Bilderbuchwetter. Wie gut aber auch, dass ich einen Grund habe, den Tag zu Hause gemütlich auf der Couch zu verbringen!


Dieses Törtchen ist beim besten Willen nicht häßlich, aber auch keine besondere Schönheit. Ganz egal, ob die Sonne scheint oder nicht. Hier zählen die inneren Werte. Und davon hat nun wirklich genug!


Vanille-Kokos-Törtchen (O ca. 15cm)

Für die Böden:

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Drei kleine Springformen fetten und mit Mehl bestäuben.

4 Eier mit 160 g Zucker und einem EL Vanillezucker mehrere Minuten schaumig aufschlagen. Den Inhalt mit einer kleinen Dose Kokosmilch (165 ml) mit zwei EL Vanilleextrakt vermischen und unter die Eimasse rühren. 200 g Mehl mit einem EL Backpulver vermengen, über den Teig sieben und sanft unterheben. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen und ca. 20 min. (Stäbchenprobe) backen. Die Böden abkühlen lassen und aus den Formen lösen.

200 ml dunkle Kuvertüre zerkleinern. 100 ml Sahne in einem Topf erhitzen, vom Herd nehmen und die Schokolade hinzufügen. Einige Minuten abgedeckt ruhen lassen, glatt rühren und beiseite stellen. 

250 g weiche Butter cremig aufschlagen, 300 g gesiebten Puderzucker einrieseln lassen und so lange weiter schlagen, bis die Masse schaumig zart ist. Das dauert schon ein paar Minuten. Nun 200 g Kokosflocken unterheben.

Die Hälfte der Buttercreme in eine Pfanne geben und die Kokosflocken bei mittlerer Temperatur karamellisieren lassen, bis sie eine goldbraune Farbe haben. (Vorsicht!!! Suchtgefahr)

Nun den unteren Boden mit einem drittel der Schokolade sowie der Kokosflocken bedecken. Den zweiten Boden auflegen und ebenfalls bedecken. Den dritten auflegen und mit der restlichen Schokolade bestreichen. Das Törtchen kurze Zeit kühl stellen, bis die Schokolade fest ist. 

Nun das Törtchen rund herum mit der Buttercreme einkleiden und abschließen mit den restlichen Kokosflocken bedecken.






Und wieder einmal war das fräulein glücklich!




Dienstag, 12. Januar 2016

BÄHM!!! { Veggie-Burger }

Ein weiteres Kapitel in der Rubrik: Huch, fräulein glücklich kann ja auch kochen!

BÄHM!!! Das war der erste Eindruck, den dieser hübsche Burger bei mir machte. Und auch auf den zweiten Blick muss ich sagen, ich bin ganz verliebt. Zu schade, dass ich keine Pastinake bin, oder von mir aus auch ein Champignon. Dann könnte ich mich jetzt bei diesem ekligen Wetter in die Mitte des Burgers kuscheln, umgeben von meinen Lieblingen Radicchio , getrockneten Tomaten und Avocado. Anstelle von Musik würde ich mich von Chilliflocken, Pfeffer und Salz berieseln lassen. Ein paar Pflänzchen nehm ich auch noch mit. Soweit, so vegan. Aber mit etwas Sauerrahm und ein bisschen Parmesan würde ich mich noch wohler fühlen.


Nun aber genug geträumt. Tatsache ist nämlich auch, dass ich schon recht bald ausgekuschelt hätte, denn die Überlebenschance, ganz gleich ob Champignon oder Pastinake ist gleich null.


Veggie-Burger (zwei Personen)

2 rustikale Brötchen (z.B. Ciabatta mit Oliven)
1 große Pastinake
4 - 5 große, braune Champignons
einige Blätter Radicchio
1 Avocado
1 kleines Glas getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
1 EL Sauerrahm (Saure Sahne)
1 EL Erdnussöl
Saft einer Zitrone
Pfeffer und Salz aus der Mühle
Chilliflocken
etwas Kesse
einige Blätter glatte Petersilie
Parmesan

Die Pastinake schälen und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Champignons von Schmutz befreien (am besten mit einem kleinen Bürstchen, aber nicht waschen!) und ebenfalls in dicke Scheiben schneiden. In einer Schüssel Öl mit Pfeffer, Salz und einigen Chilliflocken (je nach Schärfe) vermischen, das Gemüse hinzufügen und mit der Ölmischung vermengen.

Ich darf mich seit kurzer Zeit glücklicher Besitzer eines Airfryers* nennen. Der ist in nullkommanix auf 200°C und braucht nur ein paar Minuten, bis mein Gemüse fertig ist.

Wer diesen praktischen Helfer nicht hat, heizt den Ofen vor und röstet das Gemüse für etwa 15 min., bis es bissfest ist.

Die Avocado halbieren. Die eine Hälfte in dünne Scheiben schneiden und mit Zitronensaft beträufeln, die andere mit dem Sauerrahm und etwas Zitronensaft pürieren und kräftig mit Pfeffer und Salz würzen.

Die Tomaten ebenfalls mit etwas Flüssigkeit aus dem Glas pürieren.

Nun noch die Radicchioblätter und die Petersilie waschen und trocken tupfen.

Die Brötchen halbieren und nach Belieben ebenfalls kurz im Ofen aufbacken und ein bisschen anrösten.

Und nun wird angerichtet:

Die Avocado-Creme auf die untere Hälfte des Brötchens streichen, Radicchio, Avocado sowie das Ofengemüse darauf schichten und abschließend das Tomatenpüree darauf geben. Mit der Kresse, einigen Chilliflocken, Parmesan sowie der Petersilie toppen, Deckel drauf und fertig.




Und wieder einmal war das fräulein glücklich!

Vielen Dank liebes Philips-Team für meinen neuen Airfryer! Ihr wisst, wie man Mädchen glücklich macht <3 * Das Gerät ist ein Teil meines Gewinnes beim Food Blog Award 2015. 

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Mittwoch, 6. Januar 2016

Jetzt ist er da! { Wintereintopf }

Ein weiteres Kapitel in der Rubrik: Huch, fräulein glücklich kann ja auch kochen!

Dass ich ein Sommerkind bin, weiß inzwischen wohl fast jeder. Aber wenn ich schon hier lebe, dann bitte auch mit Jahreszeiten. Und endlich, rechtzeitig zum Jahreswechsel ist er angekommen: der Winter. Sah das Zillertal von oben in der letzten Woche noch aus, wie ein von weißen Adern durchzogener Scheiterhaufen ( dank der künstlich beschneiten Pisten), ist nun alles erstmal weiß. Sieht doch schon gleich besser aus! Und was gibt es schöneres, als nach einem kalten Wintertag nach Hause zu kommen und einen deftigen Eintopf auf dem Herd zu haben?


Ok, ein Glühwein oder eine heiße Schokolade wären auch ganz nett. Aber dazu komme ich ein anderes Mal. Denn ich will doch mal schwer hoffen, dass die Temperaturen nun mal eine Weile so bleiben. Also dann, rauf auf die Piste oder hoch in den Schnee, ein bisschen frieren und sich auf zu Hause freuen.


Deftiger Eintopf

1 rote Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (etwa fingerkuppengroß)
2 rote Chillie
250 g Rinderhackfleisch
einen kräftigen Schuss Portwein
1 Dose Tomaten
3 EL Tomatenmark
30 g Butter
4 Kartoffeln
4 Karotten
1 Dose rote Bohnen
1 Dose Mais

2 EL Erdnussöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Je 1 EL frisches oder TK Basilikum, Oregano, Thymian
Chillieflocken

Sauerrahm und Kresse als Topping


In einem großen Topf einen EL Öl geben und nicht zu stark erhitzen. Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in dem Öl leicht anschwitzen. Die Zwiebeln wieder aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Das restliche Öl in den Topf geben und das Hackfleich scharf anbraten, mit dem Portwein ablöschen, einkochen lassen, die Dosentomaten hinzufügen und die Temperatur reduzieren, so dass alles leicht köchelt.

Die Knoblauchzehen und den Ingwer schälen und gemeinsam mit den Chillies zerkleinern. Die Mischung samt der Zwiebeln, dem Tomatenmark und der Butter in den Topf geben, mit dem Deckel verschließen und ca. eine Stunde sanft köcheln lassen.

Kartoffeln und Karotten schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und zum Eintopf geben. Evtl. etwas Wasser nachgießen. Sind die Kartoffeln gar, die Bohnen (inkl. Flüssigkeit) sowie den Mais und die Kräuter dazu geben, sanft unterrühren und abschließend mit Salz, Pfeffer und den Chillieflocken würzen und nochmals erhitzen.

Den Eintopf mit etwas Sauerrahm und Kresse toppen.


So, und da wir hier in Österreich heute einen Feiertag haben, mach ich mich jetzt auf den Weg nach oben, werde ein bisschen frieren und mich auf meinen Eintopf freuen.




Und wieder einmal war das fräulein glücklich!

Vielen Dank liebes Staub-Team für meinen neuen Bräter! Ihr wisst, wie man Mädchen glücklich macht <3 *

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