Donnerstag, 17. April 2014

Wenn einer eine Reise tut { Himbeertarte mit dunkler Ganache }

Während ich das hier schreibe, sitze ich mit meinem Töchterchen im Zug von München nach Frankfurt. Mein Mutterschutz (Klick) neigt sich dem Ende, nun noch ein paar Tage mit der Familie verbringen und die Seele baumeln lassen.


Auf die Frage meines Schatzes, der erst später nachkommen wird, wieviel Bargeld ich denn bräuchte, gab ich zu Antwort: Nicht viel, sind ja nur ein paar Tage.

Also haben wir uns heute Morgen gegen 6.45 Uhr auf den Weg zum nächstgelegenen Bahnhof gemacht. Für mich recht früh, auf jedenfall zu früh für ein Frühstück. Aber kein Problem, hole ich mir eben am Bahnhof eine Kleinigkeit!


Zwei Laugenstangerl, einen Kaffee und ein Mineralwasser für rund € 8,-. Nich jammern, selbst dran schuld!

Unser Zug erreicht München pünktlich , was einen Aufenthalt von etwa 45 min. zur Folge hat. Wir decken uns mit ein, zwei Zeitschriften ein...€12.80.

Ach nee! Mir ist echt ein bisschen frisch, der Wind pfeift und ich hab meinen Schal vergessen! Was ein Glück, dass es in einem  Laden für Accessoires so hübsche Tücher gibt...€ 9.80.

Endlich geht die Reise weiter, unser Zug setzt sich in Bewegung!
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So, nun noch ins deutsche Netz einloggen: Der Preis dafür bei der DB: € 5,-/pro Tag. Die Gebühr muss ich allerdings mit Kreditkarte zahlen. Dann kommt auch schon die junge, nette Frau vom Bordservice mit frischem Kaffee. Ich kann nicht widerstehen! Noch ein Wasser dazu: € 5.80.

So, nun sind wir an Nürnberg vorbei und soeben hat mein Töchterchen von sich gegeben, dass sie Hunger hat. Und wenn ich ehrlich bin, auch mir knurrt der Magen!

MeinTöchterchen holt im Speisewagen zwei Sandwiches...€ 7,80. Für vier Scheiben Toast! Auch nicht schlecht!

In Frankfurt angekommen, geht´s mit der U-Bahn weiter. Der Preis ist natürlich im Bahnticket nicht inkludiert. Aber was soll´s! Ein bisschen Kleingeld hab ich ja noch übrig!


Himbeertarte mit dunkler Ganache (Durchmesser ca. 24 cm)

Die gab´s als Abschieds-Leckerei für´s Töchterchen!

125 g Butter in kleine Würfel schneiden und für kurze Zeit im Frosti zwischenlagern. 250 g Mehl in eine Rührschüsselsieben und mit 45 g Zucker und einer Prise Salz mischen. Nun die kalte Butter dazugeben und die Küchenhilfe lieb bitten, alles recht schnell zu einer krümeligen Masse zu verarbeiten. 3-4 EL Eiswasser hinzu geben und rasch zu einem Teig vermischen, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie verpackt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Eine Tarteform mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig etwa 5 mm dick auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in die Form geben. Sanft andrücken, den überschüssigen Teig über dem Rand abtrennen, einige Male am Boden einstechen und für ca 35 min blind backen. Hierfür lege ich einfach Backpapier auf den Teig und fülle Reis in die Mulde.


Himbeerfüllung

300 g TK Himbeeren mit einem EL Speisestärke in einem Topf kurz köcheln und beiseite stellen.

 Ganache

Während die Tarte im Ofen ist, 200 ml Sahne stark erhitzen, vom Herd nehmen und 400 g dunkle, kleingehackte Kuverture sowie einen EL Butter dazugeben, einige Minuten abgedeckt zur Seite stellen und dann glatt rühren.

Ist die Tarte fertig, den Boden mit einer dünnen Schicht Ganache bedecken und kühl stellen.

Wenn die Schokocreme schön fest ist, die Himbeeren einfüllen. Abermals kühl stellen. Nun noch den Rest der Ganache auf die Himbeeren geben und bis zum Verzehr kalt lagern.


 So, endlich Zuhause! Schon am zweiten Tag bin ich pleite und trinke ein Gläschen mit meinem letzten Geld auf die Erfindung der Geldautomaten!



Und wieder einmal war das fräulein glücklich




Sonntag, 6. April 2014

Dr. Jekyll und Mr. Hyde { Vanillekuchen mit Himbeercreme }

Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde gehörte noch nie zu meinen Lieblingsgeschichten und schon gar nicht zu meinen Lieblingsfilmen. Aber dennoch oder gerade deshalb: Steckt nicht in jedem von uns ein bisschen dies und ein bisschen das?


Nun schleiche ich schon seit geraumer Zeit um kleine Schälchen frischer Himbeeren. Und ja, ich weiß, alles zu seiner Zeit. Da überwiegt die Seite in mir, die sagt: "Nein, warte doch einfach noch ein bisschen ab!"


Aber es gibt dann noch ein anderes ich. Und das sagt: "Nimm sie doch einfach mit. Schließlich isst du auch Mangos, obwohl in deiner Nähe nicht ein Bäumchen zu sehen ist." Und in diesem Moment stört es mich dann wieder nicht im Geringsten, dass die Himbeeren aus Spanien kommen.


Und genau dieses Ich war einfach stärker. Mit null schlechtem Gewissen wanderten sie in meinen Einkaufskorb. Und mit noch weniger schlechtem Gewissen habe ich dieses Törtchen damit dekoriert.

Vanillekuchen

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.

150 g Butter mit 330 g Zucker und einem EL Vanillezucker schaumig schlagen. 3 Eier nach und nach sowie ein EL Vanille-Extrakt gründlich unterrühren. 240 g Mehl, 1 EL Backpulver und eine Prise Salz sieben und im Wechsel mit 240 ml Milch nach und nach sanft unterheben. Drei Springformen mit ca. 15 cm Durchmesser einfetten und je ein drittel des Teiges einfüllen. 35 - 40 min. Backen (Stäbchenprobe!)

Himbeercreme

125 g Butter mit 150 g gesiebten Puderzucker mehrere Minuten schlagen, bis die Buttercreme richtig schaumig ist. 1/3 der Masse sowie 2/3 jeweils mit 100 g Himbeermarmelade gründlich verrühren. Evtl. vor der weiteren Verarbeitung kühl stellen. Die Creme sollte sich gut verstreichen lassen aber nicht zu weich sein.


Nun die dunklere Masse auf die Böden streichen und aufeinander setzten. Mit der helleren Masse den Kuchen rundherum einkleiden und kühl stellen.


Und nun zeige ich euch noch die andere Seite dieses so hübschen Törtchens. Denn sogar mein Kuchen hat zwei Seiten!


So sieht er aus, wenn er beim Versuch, in den Kühlschrank zu wandern, das Übergewicht bekommt und schlicht weg umfällt.

Wir sind eben alle ein bisschen dies und ein bisschen das!



Und wieder einmal war das fräulein glücklich

Montag, 31. März 2014

Morgenstund hat Gold im Mund { Angel Food Cake mit Lemon Curd }

Ups...Nun habe ich mich doch glatt zehn Tage nicht blicken lassen (ihr wisst ja, MUTTERSCHUTZ und so)! Wie die Zeit doch nur so schnell sein kann! Und wäre das nicht schon schnell genug, springt auch noch die Uhr eine Stunde vorwärts!

Mir macht die Zeitumstellung mangels innerer Uhr so gar nichts aus (gelobt sei der Wecker!). Lediglich der Morgen dieses einen Tages setzt mir jedes Jahr ein wenig zu. Gewohnheitsgemäß sind wir auch an diesem Samstag recht spät schlafen gegangen, dann hab ich noch ein bisschen gelesen, greife zu meinem Wecker, da das Töchterchen Sonntag morgen recht früh mit ihrem Freund ein paar Tage wegfahren will und was sehe ich! Mein Funkwecker zeigt die aktuelle Uhrzeit an: 03.30 Uhr!


Leicht panisch fällt mir das Einschlafen nun noch ein bisschen schwerer und schon bald holt mich ein unaufhörliches Piepen  aus meinen süßesten Träumen. 


Kaum habe ich mein Töchterchen verabschiedet, stellt sich nun die Frage: Nochmal zurück ins Bett oder nach dem Motto "Morgenstund hat Gold im Mund" ran an den Teig! Ich habe mich glücklicherweise für die zweite Variante entschieden. 

Angel Food Cake ( Durchmesser ca. 20 cm)

Den Ofen auf  175 °C vorheizen.

5 Eiweis steif schlagen, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 70 g Puderzucker sowie einen TL Vanilleextrakt dazu geben und solange weiter mixen, bis die Masse schön glänzt.

60 g Mehl und 85 g Puderzucker mehrmals fein sieben und mit einer Teigspachtel nach und nach vorsichtig unter den Eischnee heben.

Einen Tortenring (20 cm Durchmesser) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, den Teig einfüllen und glatt streichen. Nun von unten gegen das Backblech schlagen, so dass größere Luftblasen entweichen.

35 min. backen (bloß nicht das Türchen öffnen!!!), auskühlen lassen, mit einem scharfen Messer vorsichtig vom Ring trennen und mittig teilen. Den unteren Boden großzügig mit Lemon Curd bestreichen, Deckel drauf und fertig. Bis zum Servieren im Kühleschrank aufbewahren.


Lemon Curd (250 ml)

4 - 5 Eigelb (je nach Größe) mit 120 g Zucker und einer Prise Salz cremig rühren,  in einem Topf mit 90 ml frischem Zitronensaft, den Zesten einer Zitrone sowie 70 g Butter (in kleinen Stücken) vermengen und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mehrere Minuten erhitzen. Die Masse hat dann die richtige Konsistenz, wenn sie an einem Löffel "kleben" bleibt. Sie sollte nicht kochen (hat sie bei mir aber trotzdem und nix!!!! ist passiert)

Vom Herd nehmen, durch ein Sieb steichen und verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

 

Ach ja, und bevor ich´s vergesse: Ich habe zwar keine Ahnung, woher der Name Angel Food Cake kommt, aber ich habe da so eine Idee. Der Teig ist so leicht, als hätte er Flügel!



Und wieder einmal war das fräulein glücklich

PS: Ein herzlichen Willkommen an all meine neuen Leser!

Ich bin ganz verliebt in euch alle, eure Besuche, Kommentare und Mails. Dafür und überhaupt sage ich tausend mal DANKE!!!!!! Ich bin sooo froh, dass es euch gibt! Denn nur ihr sorgt dafür, dass dem fräulein glücklich die Ideen so schnell nicht ausgehen werden.



Freitag, 21. März 2014

Mutterschutz { Himbeer-Kokos-Küchlein }

Seit einigen Wochen haben wir das Glück, dass unser Töchterchen ihre Semesterferien bei uns verbringt. Ach, wie hab ich sie vermisst!


"Mama, was gibt´s denn heute zu essen? Mama, kannst du mir mal helfen, ich will mein Zimmer streichen? Mama, wann backst du denn endlich mal wieder ein paar Himbeerküchlein?"
 
Und weil mir natürlich alles daran liegt, dass es meinem Töchterchen an nichts fehlt, erfülle ich ihr brav  jeden Wunsch! Ich koche ihre Lieblingsgerichte, ich gebe ihr Tipps, reiche ihr Pinsel und Farbrolle und ich backe für sie Himbeerküchlein.


Ich sitze stundenlang mit ihr quatschend in unserer Küche, ich schaue mit ihr ihre Lieblingsserien und warte mit ihr gespannt auf die Ergebnisse ihrer Prüfungen. Und ich vernachlässige ganz sträflich meinen Arbeitsplatz.

Ich befinde mich sozusagen in Mutterschutz!


Himbeer-Kokos-Küchlein ( 12 - 16 Stk.)

Den Ofen auf 175 °C vorheizen.

150 g weiche Butter mit 150 g Zucker und einem TL Vanillezucker schaumig schlagen. 2 Eier verquirlen und nach und nach unter den Teig rühren. 150 g Mehl, 1TL  Backpulver und eine Prise Salz sieben. 100 ml einer kleinen Dose (165 ml) Kokosnuss Milch im Wechsel mit dem Mehl unter den Teig heben.

100 g Himbeeren (TK oder frisch) vorsichtig untermengen. Die Förmchen ausfetten, den Teig bis etwas über die Hälfte einfüllen und ca. 17 min. backen. Auskühlen lassen und aus den Förmchen stürzen.

2 EL Kokoschips grob zerkleinern und mit 1 EL Butter sowie 1 EL Zucker vermengen, auf die Küchlein geben und nochmal für etwa 5 Minuten in den Ofen geben, bis die Kokosmischung eine schöne, braune Farbe hat.

Die restliche Kokosmilch (65 ml) mit ca. 200 g Himbeeren unter Rühren aufkochen, durch ein Sieb pressen und als Soße reichen.


Und was soll ich sagen? Ich genieße meinen Mutterschutz, habe nicht den kleinsten Anflug von schlechtem Gewissen und werde die nächsten drei Wochen genauso weiter machen! Im Übrigen finde ich, das auch diese Zeit gesetzlich geregelt sein sollte!




Und wieder einmal war das fräulein glücklich


Montag, 17. März 2014

Ein Hoch auf den Winter { Shortbread mit Pekannüssen }

Jetzt mal ganz ehrlich, für mich wurde die Pekannuss bislang immer überbewertet! Und dass sie der offizielle Staatsbaum des Bundesstaates Texas ist änderte daran auch nicht viel. Das könnte natürlich daran liegen, dass man hier bei uns lange nach dieser kleinen Schönheit suchen muss. Aber als mich letztens in Innbruck die ganz frischen Nüsschen regelrecht angesprungen haben, habe ich ihnen eine Chance gegeben.


Und ich muss sagen, auf  butterzartem Shortbread machen sie sich ganz gut. Das wiederum daran liegen könnte, dass sie mindestens genauso fett sind! Aber was soll´s. Schließlich haben wir noch hochoffiziell Winter und sollten uns um unsere Sommerfiguren doch noch keine Gedanken machen.


 Und weil´s eben einfach zu lecker ist, verbindet die beiden Hauptdarsteller noch mehr. Halt gibt den Nüssen eine zarte Schicht bester Karamellsoße ever...(ever...ever!)


Und die Moral der Geschichte? Ganz einfach. Solange man noch die Möglichkeit hat, frische Pekannüsse kaufen zu können: Zugreifen! Es lohnt sich.


Shortbread

Den Ofen auf 150 °C vorheizen.
225 g warme Butter einige Minuten cremig aufschlagen. 300 g Mehl, 150 g Puderzucker sowie eine Prise Salz sieben und nach und nach unter die Butter rühren. Eine Rechteckige Backform (etwa 20 x 30 cm) gründlich mit Butter ausfetten, den Teig hinein geben, glatt streichen und mit einem Holzstäbchen ein schönes Lochmuster stechen. 1 Std. im Ofen backen.

Noch warm in Rechtecke schneiden, die Teilchen jedoch nicht verschieben. Diese Karamellsoße (klick) gleichmäßig auf der gesamten Fläche verteilen, abkühlen lassen, die halbierten Nüsse darauf verteilen und nun endlich die Recktecke mit einem scharfen Messer von einander trennen.




Und wieder einmal war das fräulein glücklich


Donnerstag, 13. März 2014

Here comes the sun, doo doo doo doo...{Vanilleeis}

...here comes the sun,
and I say "it's all right"...

Der Winter scheint vorüber zu sein. Zumindest hier bei uns und zumindest bis Samstag. Also, ran an die Eismaschine, fertig, los...


Denn hier kommt nicht nur die Sonne, sondern auch das weltbeste Vanilleeis. Ich will ja nicht übertreiben, aber wir alle sind einer Meinung, und das kommt nicht allzu oft vor.


Und so ein Vanilleeis kennt schon seit Jahren die gleichen Begleiter. Einer meiner Favoriten: Der Eiskaffee. Da kann ich machen, was ich will. Kaum steigen die Temperaturen werden mir bei seinem Anblick die Knie weich, ich bekomme Herzchen in den Augen und in meinem Bauch fliegen die Schmetterlinge Langstrecken.


 Vanilleeis

200 ml Milch, 300 ml Sahne, das Mark einer Vanilleschote sowie die Schote selbst in einem Topf stark erhitzen. 6 Eigelb, 120 g Zucker sowie einen TL Vanillezucker cremig mixen und anschließend die heiße Milch-Sahne-Mischung nach und nach unterrühren. Die Masse nochmals auf dem Herd stark erhitzen (also keine Angst vor Salmonellen ;-), erkalten lassen und in der Eismaschine oder aber im Frosti zu Eis werden lassen.


Auch nicht weg zu denken: Das Sandwich! Weicher Keks, cremiges Vanilleeis und sonst gar nichts. Wieder einmal total retro und einfach gut!

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

50 ml Milch erwärmen. 125 g Zucker, 65 ml neutrales Öl und 1 TL Vanillezucker  dazugeben und gut durchmixen.

35 g Kakao, 1/2 TL Backpulver sowie eine Prise Salz ebenfalls gründlich unterrühren.

70 g Mehl einsieben, einen EL Wasser dazu und alles wieder gut miteinander verrühren. Nochmals 70 g Mehl sowie einen EL Wasser unterrühren. Der Teig sollte nicht zu klebrig sein.

Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech zu einer 3 mm dicken Platte ausrollen und ca. 8 min. backen. Auskühlen lassen und in zwei Teile schneiden. Nun das noch nicht allzu durchgefrorene Eis auf eine Platte auftragen, Deckel drauf, in Folie wickeln und ab in den Frosti. Vor dem Servieren kurz antauen lassen und mit einem Messer in beliebig große Stücke schneiden.


So, und ich bin jetzt mal weg. Setze mich mit meinem Eiskaffee und einem Sandwich auf die Bank vor unserer Tür und genieße die letzten Sonnenstrahlen....

...Little darling I feel that ice is slowly melting
little darling it seems like years since it's been clear
here comes the sun doo doo doo doo
here comes the sun and I say it's alright...



Und wieder einmal war das fräulein glücklich

Donnerstag, 6. März 2014

So gar keine ollen Kamellen {Karamellbonbons}

Ich bin kein Faschingsnarr. Ok, als Kind schon. Vielleicht aber auch nur, um mir einen Vorrat an Bonbons anzulegen. Regelrechte Wettkämpfe wurden ausgetragen und am Ende eines Faschingsumzugs eifrig die Ausbeute verglichen. Diese große Menge an Kamellen habe ich dann in meinem Zimmer versteckt und wochenlang davon gezehrt.


 Nun bin ich allerdings kein Kind mehr. Und somit konnte ich auch kein einziges Bonbon ergattern. Auch mein Töchterchen ist schon zu alt, um für mich auf allen vieren den Boden nach den süßen, klebrigen Bonbons abzusuchen. Also, was bleibt mir da anderes übring, als selbst ist die Frau zu spielen, um meine Zuckerdosis für die Fastenzeit konstant zu halten.


 Und die so gar nicht ollen Kamellen eignen sich auch als süßes Mitbringsel. In leicht eingeöltem Backpapier verpackt und in ein hübsches Döschen gelegt schauen sie ganz adrett aus!


 Ein lieber Mensch, dem ich Anfang der Woche ein paar dieser Süßigkeiten mitgebracht habe, hat sich umgehend mit diesen Worten bei mir gemeldet: "Gar köstlich wars, genau richtig, zuerst bissfest, dann klebrig und dann zartschmelzend im Abgang". Na, was will der Mensch mehr!


Karamellbonbons

200 g Zucker, 200 ml Sahne, 50 g Honig, 20 g Butter mit 1 TL Vanillezucker, einem TL Kakao und einem halben TL Flor de Sol zunächst mit niedriger Hitze so lange erwärmen, bis der Zucker geschmolzen ( kann schon eine Weile dauern). Nun die Temperatur erhöhen und sprudelnd kurze Zeit kochen lassen. Das Karamell ist genau richtig, wenn ihr mit einem Löffel eine kleine Menge in ein Glas mit kaltem Wasser gebt und die Zuckermasse im Wasser stockt. Den Topf vom Herd nehmen, die Flüssigkeit in ein mit geöltem Backpapier ausgelegtes Gefäß (etwa 20 x 20 cm) gießen, nach ein paar Minuten etwas Flor de Sol drüber streuen und einige Stunden an der Luft erkalten und fest werden lassen.

Mit einem heißen Messer in mundgerechte Stücke schneiden.

Sollte das Karamell nicht fest werden, die Masse zurück in den Topf geben und nochmals einige Minuten aufkochen.


Ach ja! Einen Tipp hätte ich da noch: Sucht euch für euer Mitbringsel ein kleines Döschen...so bleibt auch für euch während der Fastenzeit genug übrig!




Und wieder einmal war das fräulein glücklich

Nach einer Idee eines meiner Lieblingsblogs: the food dept. (klick) 


Sonntag, 23. Februar 2014

Eine unendliche Geschichte { Schokokuchen }

Ich gehöre zu den Menschen, die ständig auf der Suche sind. Da wäre zum Beispiel die Suche nach den perfekten, schwarzen Pumps. Kaum habe ich ein Paar erstanden, sehe ich doch glatt schon wieder einen schwarzen Schuh, der einfach genau das ist, was ich schon immer gesucht habe und ich kann einfach nicht widerstehen (nicht, dass ich das besonders schlimm fände).


Dann gibt es noch die Suche nach dem perfekten, grauen Nagellack. Es ist doch kaum zu glauben, wie viele verschiedene Grautöne es gibt. Und seltenst passen sie zu meiner gerade gekauften, grauen Bluse (nicht, dass es meine erste wäre).


Aber was soll man machen, wenn man doch soeben das perfekte, schwarze Kostüm gefunden hat, zu dem keine der im Schrank hängenden grauen Blusen passt.


Und genau dann sehe ich DAS kleine Schwarze, zu dem ich leider nicht den passenden Schuh habe...


Schokokuchen

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

100 ml Sahne und einen kräftigen Schuss Rum erhitzen, von der Herdplatte nehmen, 100 g dunkle, zerkleinerte Kuvertüre dazu geben, eine Weile ruhen lassen und glatt rühren.

Die Küchenhilfe darum bitten, 125 g zimmerwarme Butter mit 150 g Zucker und einem P. Vanillezucker schaumig zu schlagen und dann die Sahne-Schoko-Mischung unterrühren.

2 verquirlte Eier nach und nach dazu geben.

130 g Mehl, einen TL Backpulver, eine Prise Salz und einen EL Kakao mischen, sieben und locker unter die Masse heben.

Einen Tortenring (ca. 18 cm Durchmesser) einfetten, mehlen, mit dem Teig füllen und etwa 35 min backen (Stäbchenprobe). Den Kuchen auf einem Gitter abkühlen lassen.

75 g dunkle Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen. 150 g Butter mit 75 g Puderzucker schaumig schlagen und die geschmolzene Schokolade unterrühren. Den Kuchen rundherum mit der Creme einstreichen und mit Schokoladenstreusel aufhübschen. 


Und habe ich gestern noch gedacht, ich hätte endlich den perfekten Schokokuchen gebacken, sehe ich mich schon wieder auf der Suche...obwohl, vielleicht ist ER es ja doch!



Und wieder einmal war das fräulein glücklich




Freitag, 14. Februar 2014

Love, love, Løv ... { Pie Herzen }

All you need is love
All you need is love
All you need is love, love
Løv is all you need

Ja, ja, ich weiß schon, løv ist dänisch und heißt Blatt. Und dennoch, heute dreht sich alles um die Liebe und ich hab nen Neuen!


Ihr merkt schon: Wie sagt man so schön, dieser Post enthält Produktvorstellungen!

Denn Løv is in the air! Im ganzen Haus riecht es mal nach Kokos und Blaubeere, mal nach Ananas und Minze. Für die beiden Sorten habe ich mich entschieden, als mir vor geraumer Zeit von Løv Organic (klick) angeboten wurde, die biologischen Tees zu probieren. Und was soll ich schon sagen? Der Geruch betört meine Sinne, der Geschmack sorgt für Schmetterlinge im Bauch und die Optik? Super Sexy!


Und zu einer guten Tasse Tee passen diese Pie-Herzchen ganz hervorragend. Den Teig hatte ich noch vom letzten Wochenende (klick) übrig. Mit Hilfe einer Schablone ratz fatz Herzen aus dem Teig geschnitten, einen Klecks Preiselbeermarmelade auf den Boden geben, die Ränder freilassen und mit Wasser bepinseln. Den Deckel einschneiden oder ausstechen, auf den Boden legen und gut andrücken. Backen, Tee kochen, den Schatz schnappen und den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen.


Und dem Rest der Welt wünsche ich einen höchstverliebten Valentinstag!





Und wieder einmal war das fräulein glücklich







Sonntag, 9. Februar 2014

Gute Nacht John Boy { Birnen-Pie }

Ich liebe Sonntage. Ich kann den ganzen langen Nachmittag faul auf der Couch liegen und in Erinnerungen schwelgen. Die Fernbedienung gehört mir, zumindest während mein Schatz mir gegenüber liegt und schläft! Ich zäppe die Sender hoch und runter und bleibe regelmäßig bei alten Serien hängen.


Schon als Kind wäre ich gerne ein Familienmitglied der Waltons oder der Ingalls gewesen. Oder eine Tochter des so unglaublich amüsanten Mr. Huxtables. Später, als mein Töchterchen das Fernsehalter erreichte, wurde ich dann recht schnell ein Teil der Himmlischen Familie.


Und wann immer ich heute zufällig eine dieser Serien sehe, kann ich den Duft des frisch gebackenen Pies quasi riechen, geselle mich in Gedanken zu den in der Küche sitzenden Familien und lasse mit ihnen die aufregenden, vergangenen Stunden Revue passieren.


7th Heaven summend teile ich heute mein Lieblings-Pierezept.

Birnen Pie

250g Butter in kleine Würfel schneiden und für kurze Zeit im Frosti zwischenlagern. 500 g Mehl in eine Rührschüsselsieben und mit 90 g Zucker und einer Prise Salz mischen. Nun die kalte Butter dazugeben und die Küchenhilfe lieb bitten, alles recht schnell zu einer krümeligen Masse zu verarbeiten. 6 - 8 EL Eiswasser hinzu geben und rasch zu einem Teig vermischen. Nicht kneten, auch wenn es schwer fällt, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie verpackt für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.


Füllung

3 Birnen schälen und in kleine Stücke schneiden. 200 ml Wasser, 50 ml Weißwein, 180 g Zucker sowie eine Zimtstange mit den Birnen für etwa 5 Minuten kochen. Die Birnen sollte noch bissfest sein. Nun im Topf abkühlen und ziehen lassen.

80 g Semmelbrösel mit einem Päckchen Vanillezucker und einem TL Zimt mischen.



Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Nun einen Teil des Teiges zu einer rechteckigen, 3 mm  dicken Platte ausrollen, in Streifen schneiden und zu einem Gitter flechten. Die andere Teighälfte ebenfalls zu einer ca. 20 x 30 cm ausrollen und mit der Hälfte der Bröselmischung bedecken. Rund herum einen 2 cm breiten Rand freilassen. Die Birnen abseihen, mit dem Rest der Brösel mischen und auf dem Boden gleichmäßig verteilen. Das Gitter darauf legen und die Ränder nach oben klappen. 45 min. auf unterster Schiene backen.


So, und nun verabschiede ich mich und wünsche euch einen tollen Start in eine neue, aufregende Woche, sage zu meinem Schatz "Gute Nacht, John Boy", schnappe mir die Fernbedienung und hoffe, mich gleich am Küchentisch einer amerikanischen Familie wieder zu finden.




Und wieder einmal war das fräulein glücklich