Sonntag, 26. Juli 2015

Österreichisch für Anfänger { Steirische Weinstrauben }

Seit ich in Österreich lebe, und das ist nun wirklich schon lange, werde ich kulinarisch immer wieder aufs Neue überrascht. Apfelstrudel, Kaiserschmarrn und Germknödel kennt schließlich jeder! Aber habt ihr schon mal von Zergln, Brezensuppe, Zillertaler Krapfen, Kaspressknödeln oder Melkermus gehört? Nein, dann wird´s aber Zeit!


Denn ich hab mir gedacht, ich bring uns Piefken mal die österreichische Küche ein bisschen näher. Kann doch nicht schaden, oder? Sozusagen ein "Essen-in-Österreich-Guide", abseits der Klassiker. Also starte ich heute mit: "Österreichisch für Anfänger (und Fortgeschrittene)".


Wer nun aber glaubt, dass die einzelnen Speisen im ganzen Land die gleichen Namen haben, der täuscht sich gewaltig. Und dann gibt es noch Gerichte, die den gleichen Namen haben, aber anders zubereitet werden, als es ein anderes Bundesland tut.

So zum Beispiel Strauben. Wird die Nachspeise in Tirol mit Hefe zubereitet und in heißes Öl gespritzt, lieben die Steirer ihre Stauben ganz anders.


Steirische Weinstrauben

Für den Teig:

4 Eidotter
4 EL Weißwein
2 EL Rahm
100 g Buchweizenmehl (z.B. Rösselmehl Heideperle) *
Eine Prise Salz

Öl zum Ausbacken

Staubzucker

Aus den angegebenen Zutaten einen glatten Teig zubereiten und für ca. 1 Std. kühl stellen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche messerrückendick ausrollen und in ein bis zwei Zentimeter breite und etwa 15 cm lange Streifen radeln. Die Streifen portionsweise ein wenig ineinander verschlingen.

Ausreichend Öl in einer Pfanne erhitzen, die Strauben darin schwimmend von beiden Seiten goldgelb herausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und abgekühlt mit Staubzucker bestreut servieren.


Was sagt ihr? Seid ihr gespannt auf traditionelle, regionale Küche?  



Und wieder einmal war das fräulein glücklich!



* Reklame

Sonntag, 19. Juli 2015

Höhenangst und Nachbars Garten { Kirschsorbet mit eingelegten Kirschen und Schokoraspeln }

Ich habe Höhenangst. Aber nicht immer! Im Flieger bestehe ich auf meinen Fensterplatz und bestaune Landschaften von oben. Im Winter macht es mir nicht das geringste aus, im Sessellift zu sitzen und den Menschen beim Skifahren zuzuschauen.

Stehe ich aber im ersten Stock auf einem Balkon, wird mir schon übel, wenn ich dem Geländer auch nur näher komme. Im Dom von Florenz lasse ich mich zwar überreden, mit nach oben zu kommen, scheue aber den Blick nach unten. Und als wir letztes Jahr im Lebua Bangkok übernachteten, stand natürlich die Rooftop-Bar als höchste Outdoor-Bar der Welt auf dem Programm. Gedankt wurde mir mein Mut mit dem atemberaubendsten Blick über meine Lieblingsstadt, den man sich vorstellen kann. Und solange ich mich nicht an den Rand der Terrasse begebe, ist auch alles gut!


Aber wie schlage ich nun die Einladung meines Nachbarn ab, Kirschen aus der Baumkrone seines Baumes zu ernten. Gar nicht! Und ich bin mächtig stolz auf mich. Ohne den Blick nach unten zu richten, klettere ich die gefühlt 50 m lange Leiter nach oben und pflücke so schnell es geht die schönsten Kirschen. Nicht viele, aber immerhin genug für dieses leckere Sorbet.


Kirschsorbet

300 g Kirschen entsteinen, grob zerkleinern und über Nacht in 100 ml Kirschlikör einlegen.

Die Kirschen in ein Sieb geben und den Saft auffangen. Die Kirschen derweil beiseite stellen.

300 g Kirschen entsteinen, mit dem Saft sowie 1 EL Zitronensaft und 4 EL Staubzucker einige Minuten köcheln lassen. Das Eingekochte durch ein Sieb streichen und die Flüssigkeit mit Wasser aufgießen, sodass man 700 ml Saft erhält. Nun noch 100 ml Kirschlikör dazugeben, kalt stellen und in der Eismaschine frieren.

100 g dunkle Kuvertüre im Blender grob zerkleinern und in ein grobes Sieb geben. Die größeren Stücke sowie die eingelegten Kirschen unter das Sorbet heben, sobald es eine cremige Konsistenz hat. Die Masse in einen geeigneten Behälter füllen und für mehrere Stunden gefrieren.

Die übrige, fein geriebene Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, einige Kirschen darin baden und das Sorbet mit den Kirschen garnieren.





Und wieder einmal war das fräulein glücklich!



Dienstag, 7. Juli 2015

Ich freu mich so! { Mein eigenes Buch }

So, und nun lüfte ich mein Geheimnis!

Schon vor über einem Jahr hatte ich beim Lesen einer Mail Tränchen in den Augen. Nichtsahnend öffnete ich die Nachricht vom Löwenzahn Verlag und ich konnte sie so oft lesen wie ich wollte, es stand immer das selbe drinnen. Ob ich mir vorstellen könnte, ein Backbuch verlegen zu lassen. Nun frage ich euch: Kann man da nein sagen? Ich konnte es auf jeden Fall nicht, war es doch schon lange ein Traum von mir, einmal mein eigenes Buch in den Händen halten zu können.
Und so machte ich mich an die Arbeit, genoss mein Leben als Autorin (ich liebe dieses Wort!), entwickelte Rezepte, brachte Ofen und Kamera zum Glühen und meine Mitmenschen wurden um einige Kilo schwerer. 

Nun ist es bald soweit! Ab kommenden Monat kann man MEIN Buch kaufen, vorbestellen sogar schon jetzt. Ist das zu fassen? Ich kann´s noch immer nicht glauben!


Und wieder einmal war das fräulein glücklich!